Packliste für die Klettersteigtour Die Checkliste ist für die Jahreszeiten Frühling, Sommer oder Herbst mit Übernachtung in Hotels, Pensionen oder Berghütten ausgelegt. Sie ist hauptsächlich als umfassende Merkhilfe gedacht, denn was und wie viel ein jeder für das Wohlbefinden auf einer mehrtägigen Klettersteigtour braucht, ist individuell verschieden und hängt zudem stark von der Länge und der Art der geplanten Wanderung ab. Dennoch sollte vor allem eines bedacht sein: Ist der Rucksack zu schwer, mindert das schnell die Freude am Wandern. Deshalb gilt: So viel wie nötig (auf keinen Fall weniger), aber so wenig wie möglich. Sicherheit und Funktionalität kommen vor Luxus, denn die Berge verzeihen nur wenige Fehler.
Spezielle Ausrüstung für den Klettersteig: Man muss nicht alle Ausrüstungsgegenstände selbst besitzen. Wer etwa eine Klettersteigtour bei einem Spezialveranstalter bucht, bekommt die wesentlichen Ausrüstungsteile gegen eine Leihgebühr gestellt. Sie können aber in der Regel auch beim örtlichen Alpenverein oder bei Sportgeschäften ausgeliehen werden. - Klettergurt (entweder einen Komplettgurt oder eine Brust-Sitzgurt-Kombination) - Steinschlaghelm - Klettersteigset (2 Klettersteigkarabiner, 4 Meter Einfachseil, Kletersteigbremse) - Handschuhe (wenn das Drahtseil beschädigt ist) - Leichtsteigeisen (falls noch Altschnee liegt)
Rucksack: - Rucksack mit breiten, gut gepolsterten Schulter- und Hüfttragegurte, der gut am Rücken anliegen Das nötige Fassungsvermögen richtet sich im wesentlichen nach Länge und Art der geplanten Tour. Wer für ein verlängertes Wochenende von Hütte zu Hütte wandert, dem sollten 35 bis 45 Liter reichen. Wer mit kompletter Campingausrüstung längere Zeit unterwegs sein möchte, der braucht einen Rucksack mit mindestens 60 Litern. - Regenhülle
Bergschuhe: - Feste, knöchelhohe Schuhe mit stabiler Gummisohle und gutem Profil. Die Schuhe sollten auf jeden Fall schon eingelaufen sein, sonst gibt es aller spätestens im Laufe des ersten Tages schmerzhafte Blasen.
Bekleidung: Unbelastet von allen modischen Trends und technischen Innovationen hat sich beim Wanderer der „Zwiebel-Look“ äußerst bewährt. Mehrere dünne Schichten übereinander sind praktischer als eine dicke. Am besten man entscheidet sich für atmungsaktive Funktionswäsche. Sie leitet den Schweiß von der Haut nach außen weiter und verhindert damit das Auskühlen des Körpers. Außerdem: sie trocknet in Windeseile und spart Gewicht. - Wandersocken - Unterwäsche - T-Shirts: lang- oder kurzärmlig, je nach Tour und Jahreszeit. - Leggins oder lange Unterhose gegen die Kälte oder als Schlafhose. - Lange, robuste Wanderhose, am besten mit abnehmbaren Beinlingen („Zipp-Hosen“). - Kurze hosen/ Shorts - Wanderhemd - Pullover/Weste/Jacke eventuell mit Windstopper - Regenjacke/Regenponcho (hält auch die Beine trocken) - Outdoorjacke (Gore-Tex o.ä.) - Atmungsaktive Regenhose - Gamaschen (wenn es mal wie aus Kübeln gießt) - Mütze/Sonnenhut - Halstuch/ Schal - Stirnband - Handschuhe, am besten Fingerhandschuhe aus Fleece (in den Bergen kann sich das Wetter binnen Minuten ändern) - Leichtes Schuhwerk z.B. Trekkingsandalen oder Turnschuhe - Badehose (für den Hotelpool oder glasklare und eiskalte Bergseen)
Für die Hüttenübernachtung: - Hüttenschlafsack aus Leinen oder Seide - Leichte Bekleidung (Hose und Oberteil) - Lärmschutz (z.B. Ohropax) gegen üble Schnarcher - Spiele (Spielkarten, Kniffel), Buch, MP3-Player (inkl. Ladegerät), Mundharmonika oder ähnliches für die Zerstreuung oder die Geselligkeit am Abend
Hygiene: - Waschbeutel mit Zahnbürste, Zahnpasta, Bioseife (schont die Umwelt), kleiner Waschlappen, Deodorant, Hautcreme, Kamm/Bürste, Nagelschere, Pinzette, Rasiermesser, Rasierschaum, etc. Kleiner Tipp: Probepackungen sparen Platz und Gewicht - Kleines Handtuch (Kunstfaser trocknet schneller und ist leichter) - Toilettenpapier
Reiseapotheke: - Sind alle nötigen Medikamente eingepackt? Haltbarkeitsdaten überprüft?
Erste-Hilfe-Set: - Wie lange ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs eigentlich schon her?
Sonnenschutz: - wasserfeste Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mind. 20 - Lippenschutz ebenfalls mind. LSF 20 - Geprüfte Sonnenbrille mit mind. 98% UV-Strahlenabsorbtion und festem Etui
Teleskop-Stöcke: - Teleskop-Stöcke: Wer sie nicht gewohnt ist lehnt sie oft vorschnell ab. Zu unrecht. Richtig eingesetzt entlasten und schonen sie vor allem bei längeren Passagen bergab die Gelenke ungemein. Eine Investition in die gesunden Knie von morgen sozusagen. Mobiltelefon: - Mobiltelefon inkl. Ladegerät - Bei Prepaid-Geräten vorher das Guthaben prüfen
Fotoausrüstung: - Kamera - Ersatzakkus - Ladegerät - Speicherkarten bzw. Filme - Objektive/ Filter - kleines Stativ
Orientierung: - Wanderkarten - Wegbeschreibungen - Kompass - GPS-Gerät inkl. Ladegerät
Dokumente: - Personalausweis - Geld - Kreditkarte - Reiseunterlagen mit Notfallnummern - Reisegutschein - Bahncard - Alpenvereinsausweis
Proviant: - Trinkflaschen: drei kleinere Flaschen je 0,5 Liter lassen sich besser verstauen als eine große - Thermoskanne für Heißes oder Kaltes - Elektrolytgetränke in Pulver- oder Tablettenform für den Mineralstoffhaushalt - Verpflegung für unterwegs, etwa Dörrobst, Müsliriegel, Brot, Dauerwurst, Käse
Sonstiges: - Taschenlampe oder Stirnlampe inkl. Ersatzbatterien - Taschenmesser - Brust- oder Bauchbeutel für die Wertsachen - Fernglas - Kleines Radio für den Wetterbericht - Nähzeug - Tüten für Kleidung, Müll und die Schmutzwäsche - Wäscheleine - Wäscheklammer. - Reisewaschmittel (biologisch abbaubar) - Brillenputztücher - Taschentücher - Schreibzeug - Notizbuch mit wichtigen Adressen
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