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6 Gebote für das respektvolles und umweltbewußtes Mountainbiken

Wandern Ob sportliche Herausforderung oder Ruhe tanken für den Alltag: Mountainbiken
ist aufs Engste mit der Natur verbunden. Erholung und Bewegung im
Wald und am Berg sind für viele Mountainbiker der Hauptgrund, diesem Sport nachzugehen. Auch die Umweltbilanz kann sich sehen lassen: Mountainbiker beginnen ihre Tour gerne direkt vor der Haustür, reisen oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder bilden Fahrgemeinschaften. Eine Wege schonende Fahrweise ist heute bei den allermeisten Standard.

Die Freude an der Natur verbindet Mountainbiker mit Wanderern, Joggern, Reitern und Spaziergängern. Fast alle Begegnungen verlaufen konfliktfrei, dennoch kann es hin und wieder zu Differenzen kommen. So fühlen sich etwa die meisten Fußgänger bedrängt und gefährdet, wenn sich Mountainbiker allzu schnell nähern! Wer sich jedoch rechtzeitig bemerkbar macht und die Geschwindigkeit beim Passieren auf ein maßvolles Niveau drosselt oder gar anhält, zeigt Respekt und Verständnis für die Belange anderer. So einfach können mögliche Spannungen durch ruhiges, souveränes Auftreten entschärft werden, bevor sie entstehen.

Wer sich an die Trail Rules (Wegeregeln) der Deutschen Initiative Mountainbike e.V. ( www.dimb.de) hält, hilft aktiv mit, das Miteinander im Wald und am Berg zu verbessern und die Natur nachhaltig zu schonen. Und dafür muss sich niemand verbiegen oder gar auf seinen Fahrspaß verzichten. Garantiert.

Die DIMB Trailrules:

1. Fahren Sie nur auf Wegen
Fahren Sie bitte nie querfeldein, denn damit schädigen Sie die Tier- und Pflanzenwelt. Respektieren Sie lokale Wegesperrungen, denn diese haben meist forst- und landwirtschaftliche Ursachen oder bestehen aus Gründen des Naturschutzes. Auch in Naherholungsgebieten können lokale Sperrungen berechtigt sein. Die Art und Weise in der Sie fahren, bestimmt das Handeln der Behörden und Verwaltungen. Auf Privatgrund sind Mountainbiker oft nur geduldet!

2. Keine Spuren hinterlassen
Bremsen Sie bitte nicht mit blockierenden Rädern, wenn es nicht unbedingt nötig ist (Notsituationen), denn Blockierbremsungen begünstigen die Bodenerosion und verursachen Wegeschäden. Stellen Sie Ihre Fahrweise stets auf den Untergrund und die
Wegbeschaffenheit ein. Nicht jeder Weg verträgt jedes Bremsmanöver und jede Fahrweise.

3. Mountainbike unter Kontrolle halten
WanderparkplatzUnachtsamkeit, auch nur für wenige Sekunden, kann einen Unfall
verursachen. Passen Sie ihre Geschwindigkeit immer der jeweiligen Situation an. In
nicht einsehbaren Passagen können jederzeit Fußgänger, Hindernisse oder
andere Biker auftauchen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit und der anderer Menschen müssen Sie immer in Sichtweite anhalten können.

4. Andere Naturnutzer respektieren
Kündigen Sie bitte ihre Vorbeifahrt frühzeitig an, damit Sie keine anderen Wegenutzer erschrecken. Vermindern Sie Ihre Geschwindigkeit beim Passieren auf
Schrittgeschwindigkeit oder halten Sie an. Bedenken Sie, dass andere Wegenutzer Sie vielleicht zu spät wahrnehmen. Fahren Sie, wenn möglich, nur in kleinen Gruppen. Und falls es doch einmal zu Konflikten kommen sollte, behandeln Sie ihr Gegenüber stets mit dem gleichen Respekt und der derselben Höflichkeit, die Sie für sich selbst in Anspruch nehmen.

5. Rücksicht auf Tiere nehmen
Weidetiere und alle anderen Tiere in Wald und Flur bedürfen besonderer
Rücksichtnahme! Schließen Sie bitte Weidezäune, nachdem Sie sie passiert haben.
Verlasse Sie bitte rechtzeitig zur Dämmerung den Wald, um die Tiere bei ihrer
Nahrungsaufnahme nicht zu stören.

6. Im Voraus planen
Beginnen Sie ihre Tour möglichst direkt vor der Haustüre. Prüfen Sie ihre
Ausrüstung, schätzen Sie ihre Fähigkeiten richtig ein und wählen Sie die Gegend,
in der Sie fahren wollen, entsprechend aus. Schlechtes Wetter oder eine
Panne kann die Tour deutlich verlängern, deshalb sollten Sie auch für unvorhersehbare
Situationen gerüstet sein: denken Sie an Werkzeug, ausreichend Proviant für den Energienachschub und ein Erste-Hilfe-Set. Tragen Sie immer eine Sicherheitsausrüstung. Ein Helm kann schützen, die beste Lebensversicherung ist aber ein vorausschauender und umsichtiger Fahrstil.

Bild 1: Umweltmountainbikesymbol, N. Bayer © belvento; Bild 2: Mountainbiker, Manfred Gerber © pixelio.